Akzo Nobel ist längst nicht so depressiv wie seine Kunden
November 4th, 2007

"Wir sind davon überzeugt, dass das nachhaltige Betreiben der Geschäfte der Schlüssel zu unserem wirtschaftlichen Erfolg ist – jetzt und in Zukunft. Im Vergleich zu gleichrangigen Unternehmen ist akzo nobel die Nummer eins hinsichtlich der Verwendung erneuerbarer Energien, bei CO2-Emissionen und Energieeffizienz. In der Tat stammen ca. 40 Prozent der Energie in unseren Produktionsprozessen aus erneuerbarer Energie, das ist doppelt so viel wie das europäische Ziel für 2020."
Hans Wijers,
Vorstandschef von Akzo Nobel
In den vergangenen Jahren lief die Aktie natürlich gut, weil es der Chemiebranche gut. Was ist noch an dem Unternehmen interessant? Zwei Dinge sind mir Seite aufgefallen.
"Die richtige Farbe erkennen – auf Anhieb und garantiert perfekt: Möglich macht's der MatchStik, ein innovatives Instrument des weltweit größten Farbenherstellers Akzo Nobel. Hiermit lässt sich jede Farbe präzise und schnell analysieren, ihre Reproduktion wird damit zur sicheren Sache. Der MatchStik ist handlich, unkompliziert in der Anwendung – und er ist der einzige seiner Art auf dem Markt – ein elektronischer Farbfächer."
"Ein wenig fühlt man sich an den legendären Dr. McCoy, genannt "Pille", von der USS Enterprise erinnert: War jemand verletzt oder krank, hielt er einfach ein kleines Gerät an den Körper des Patienten – und wusste sofort über alles Bescheid. Kaum anders verhält es sich mit dem MatchStik: Zur Farberkennung wird er lediglich an das jeweilige Objekt angelegt – und fertig. Innerhalb von Sekunden hat der MatchStik den bestmöglichen Farbton bestimmt."
Klingt diese Werbung nicht klasse? Aber nun wird es ernster. Thema Depression, auch dafür ist der Konzern zuständig.
Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen des Gehirns, habe ich da gelernt. Depressionen treten bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten auf. Auf der ganzen Welt sind rechnerisch derzeit 340 Millionen Fälle von Depression vorhanden. Allein in Deutschland erkranken ca. 20 Prozent aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer Depression, Frauen häufiger als Männer übrigens. In den letzten Jahren ist eine Zunahme depressiver Erkrankungen zu beobachten, vor allem bei jüngeren Geburtsjahrgängen.
10 Regeln, stellt Akzo Nobel auf.
Die 10 goldenen Regeln geben Ihnen konkrete Hinweise, was Sie selbst zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen können. Das Einhalten dieser Regeln ist anfangs mühsam und kostet Überwindung! Aber schon nach zwei oder drei Wochen fällt es Ihnen leichter – wie schon vielen anderen Patienten, die ihre Depression bewältigt haben. Versuchen Sie, diese Regeln auswendig zu lernen, dann kostet es keine Anstrengung mehr, sich an sie zu erinnern. Zur Erinnerung an diese Regeln haben wir eine kleine Karte mit Merksätzen vorbereitet. Führen Sie diese Karte zum Beispiel in Ihrer Brieftasche oder Geldbörse mit sich!
Die "10 goldenen Regeln" gegen Depressionen
1.Nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach ärztlicher Verordnung!
2.Körperlich aktiv und fit bleiben! Nicht im Bett liegen bleiben – auch wenn es noch so schwerfällt!
3.Planen Sie jeden Tag vorher möglichst ganz genau! (Stundenplan anlegen)
4.Eine Liste von angenehmen und täglichen Routineaufgaben und Unternehmungen anlegen und durchführen!
5.Setzen Sie sich nur kleine, einfache und überschaubare Ziele! So haben Sie Erfolg!
6.Seien Sie stolz – auch auf kleine Fortschritte und Erfolgserlebnisse! Vergessen Sie die Mißerfolge: Es ist die Depression – nicht Ihr Versagen!
7.Nehmen Sie depressive Gedanken nicht für bare Münze – es ist die Depression!
8.Weihen Sie einen Vertrauten ein und ziehen Sie sich nicht zurück!
9.Regelmäßig und gesund essen – kein Alkohol!
10.Dreimal täglich Stimmungstagebuch führen!
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